


5. Die schnelle Verbreitung des Taijiquan in der VR. China
Im Jahr 1957 wurde ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung des modernen Taijiquan gelegt. Ein weiteres Buch wurde von staatlicher Seite veröffentlicht mit dem Titel: „Der Sport des Schattenboxens“. Dieses Buch beinhaltete eine weitere neue Form des Taijiquan mit 88 Bewegungen. Es sollte dem Übenden die Möglichkeit bieten, nach dem er die vereinfachte Form gelernt und gemeistert hatte, seine Fähigkeiten und sein technisches Können zu erweitern.
Im Jahr 1979 wurde eine weitere Arbeit veröffentlicht, welche ein weiteres technisches Spektrum abdecken sollte. Die so genannte 48-er Form wurde aus den Hauptbewegungen und Hauptaktionen aller fünf traditionellen Taijiquan – Stile choreographiert und bot dem Übenden, zusätzlich zu der Basisform mit 24 Bewegungen und der Fortgeschrittenenform mit 88 Bewegungen des Yang – Stil, einen Einblick in die verschiedenen Bewegungsmuster der übrigen Taiji – Stile.
Die IWUF (Internationale Wushu Federation) veröffentlichte im Rahmen eines kompletten Ausbildungsprogrammes des modernen Wushu neben den so genannten äußeren Stilen und Waffen (Changquan, Nanquan, Dao, Jian, Qiang und Gun) auch eine Serie von aufeinander aufbauenden Taijiquan Grundübungen. Zwei Ji Chu Tao Lu (Grundformen mit 8 und 16 Bewegungen), eine Chu Ji Tao Lu (Standartform mit 24 Bewegungen), eine Zhong Ji Tao Lu (Fortgeschrittenenform 32 Bewegungen) und eine Jing Sai Tao Lu (Wettkampfform 42 Bewegungen), sowie ein gleich struktuiertes Ausbildungsprogramm für das Taiji- Schwert.
Alle Formen und Stile, egal ob traditionell oder modern, erfreuen sich nunmehr größter Beliebtheit und werden weltweit von vielen Millionen Menschen praktiziert. Viele betreiben das Taijiquan als Sport, Andere zur körperlichen Ertüchtigung und Gesunderhaltung und vereinzelt wird das Taijiquan sogar noch als reale Kampfkunst unterrichtet.